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Abteilung Hap-Ki-Do
des SV Einheit Wittenberg
Was ist Hapkido
Über Hapkido ist - nicht nur- auf den verschiedenen Homepages
schon viel geschrieben worden, deshalb sei empfohlen, da wir uns
recht kurz fassen wollen, auf den entsprechenden Seiten vertiefend
nachzuschauen.
"Hap" heißt soviel wie das Zusammenspiel zwischen
Geist und Körper und bedeutet "allumfassend".
"Ki" ist die innere Kraft und symbolisiert den Energiefluß
im Menschen, gleichsam auch seine Lebensenergie.
"Do" ist der Weg; gemeint ist nicht nur die Technik
an sich, sondern Do steht für den WEG des Lebens. Der WEG
ist gleichsam das Ziel, er dauert lebenslang an.
Hapkido ist mehr als eine Zusammenstellung von realitätsnahen
und äußerst effektiven (Kampf-)Techniken, sondern ist
ein Ganzheitssystem, bestehend aus einer inneren, moralisch, meditativen
und einer äußeren, technischen Komponente, die beide
einander bedingen und eng miteinander verwoben sind.
Der Hapkidoin versucht dabei sich, d.h. seine gesamte Persönlichkeit
und auch sein technisches Wissen ständig weiterzuentwickeln.
Wer sich intensiv mit Hapkido beschäftigt und sich fest vornimmt
den WEG (Do)zu gehen, wird merken, dass er nicht nur (Kampf)technisch
besser wird, sondern sich auch persönlich, d.h. familiär,
beruflich und sozial weiterentwickelt.
Beim Hapkido, so wie wir es begreifen, handelt es sich also um
ein gut ausgewogenes und effektives Kampf- und Selbstverteidigungssystem,
eingebettet in eine Lebensphilosophie.
Die Prinzipien:
Grundprinzipien des Selbstverteidigungssystems Hapkido sind dabei
das Kreis-, Fluß-, und Einwirkungsprinzip.
Der Kreis:
Runde Bewegungen sind effektiver als eckige. Der Hapkidoin versucht
dem Gegner die innere Mitte, sein Zentrum, zu nehmen und dessen
eigene Angriffsenergie durch runde Bewegungen abzuleiten und gegen
ihn einzusetzen.
Der Fluß:
Diese Techniken sind dabei fließend, d.h. getragen vom inneren
Energiefluß (Ki), der sich dann in der äußeren,
fließenden, runden Technik manifestiert. Man stelle sich
fließendes Wasser vor, es kann nicht endgültig aufgehalten
werden.
Die Einwirkung:
Das Prinzip der Einwirkung stellt die dritte Grundlage dar: der
Gegner wird "bewegt", der Hapkidoin wirkt solange auf
ihn ein, bis ein Entweichen aus der Technik(-abfolge) nicht mehr
möglich ist und der Einsatz derselben zum Erfolg, d.h. zur
Abwehr des Angriffes, führt. Dabei ist es entscheidend, dass
während der gesamten Verteidigungsaktion der Gegner kontrolliert
und es ihn nicht gestattet wird andere Bewegungen auszuführen,
als die, der Verteidiger, der Hapkidoin, will.
Unübersehbare Grundlagen des Hapkido, aufgrund des japanischen
Hintergrundes eines Teiles des Systems, sind dabei die Wurzeln
des alten japanischen Samuraikodex "Bushido" (Bu = Kunst
des Kämpfens; Shi = der Krieger; Do = der Weg).
Dieser Weg lässt sich dabei durch sieben - japanische -
Begriffe kennzeichnen:
1.) Gi, die rechte Entscheidung aus der Ruhe des Geistes, die
Rechte Haltung
und die Wahrheit.
2.) Yu, die Tapferkeit und der Heldenmut
3.) Jin, das Wohlwollen gegenüber der Menschheit, die universelle
Liebe
4.) Rei, das rechte Verhalten; ein ganz wesentlicher Punkt
5.) Makoto, vollständige Aufrichtigkeit
6.) Meiyo, Ehre und Ruhm
7.) Chugi, Hingabe und Loyalität
Auch diese Begriffe charakterisieren das Wesen des Hapkido zutreffend.
Zu den Techniken selbst:
Hapkido ist, wie bereits beschrieben, ein realistisches, kompromissloses
Selbstverteidigungssystem.
In unserem Hapkidostil werden Angriffe durch Schläge, Tritte,
Hebel und Würfe und durch Einsatz von Nervendrucktechniken
im allgemeinen "weich"( d.h. harte Blocktechniken sind
eher selten) abgewehrt, wobei eine Kombination aller genannter
Techniken und der Einsatz von verschiedenen Waffen häufig
ist.
"Abwehr" meint im übrigen dabei nicht nur reine
Verteidigung. Präventive Angriffe, um einem unmittelbar bevorstehenden
gegnerischen Angriff zuvorzukommen, sind ebenso im System enthalten.
In diesem Zusammenhang verweisen wir auf das Prüfungsprogramm
des SAHB e.V.: Hapkido
Landesverband Sachsen-Anhalt
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