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Abteilung Hap-Ki-Do
des SV Einheit Wittenberg
Kurze Geschichte des
Hapkido
Hapkido ist ein modernes, aber dennoch uraltes koreanisches System
mit Wurzeln in Japan.
Hapkido - so wie wir es begreifen - ist kein
Sport!
Leider wurde im Westen im Laufe der Zeit aus den traditionellen
asiatischen Kampfkünsten und Selbstverteidigungssystemen
häufig eine Mode, ein Sport, eine bloße Abfolge von
Techniken ohne den Geist des WEGES, des Do. Für uns ist Hapkido
eine realistische und effektive Selbstverteidigungsart, aber zugleich
ist es für uns auch der Weg sich selbst als Persönlichkeit
zu perfektionieren. Hapkido ist Bewegung für das Leben.
Die Wurzeln unserer Kampfkunst Hapkido , unseres WEGES reichen
dabei bis zu 3000 Jahre in die Vergangenheit. Einflüsse aus
China und Japan sind dabei, betrachtet man insbesondere auch die
wechselvolle koreanische Geschichte, unübersehbar; auf den
Einfluß des Bushido ist bereits hingewiesen worden.
Auf die näheren Einzelheiten der älteren Geschichte
gehen wir dabei nicht ein, wir empfehlen dazu die Lektüre
auf Hapkido
Landesverband Sachsen-Anhalt.
Fakt ist jedenfalls, dass der Begründer und Urvater des
modernen Hapkido, Dojunim Choi Young Sul, als kleiner Junge am
Anfang des letzten Jahrhunderts nach Japan, der Besatzungsmacht
Koreas, gekommen ist und dort 30 Jahre bei Meister Takeda das
alte Samuraisystem "Daito Ryu Aiki Ju Jitsu", erlernt
und die Regeln des Bushido gelebt hat.
Vorherrschend sind in dieser Samuraikunst kreisrunde Bewegungsmuster
bei den verschiedenen Würfen und Hebeln. Schläge und
Tritte sind eher die Ausnahme.
Einer seiner Mitschüler war im übrigen Morihei Ueshiba,
der spätere Begründer des Aikido, der die kriegerische
Komponente aus dem Aiki Ju Jitsu entfernt und das System vergeistigter
gemacht hat. Aus diesem Grunde erkennt man heute noch gewisse
Verwandtschaft zwischen einigen Hapkido- und Aikidotechniken;
wobei die entsprechenden Hapkidotechniken gegenüber den Aikidotechniken
schwerpunktmäßig auf Effizienz ausgerichtet sind und
stärker ihre Herkunft aus dem Daito Ryu Aiki Ju Jitsu erkennen
lassen.
Als Meister Choi nach dem Ende des 2. Weltkrieges in seine koreanische
Heimat zurückgekehrt ist, hat er ein leicht erweitertes und
von ihm umgearbeitetes System gelehrt, insbesondere von dem Gesichtspunkt
geleitet, dass alles Japanische in Korea nach der Besetzung verpönt
war. Noch heute wird dieses System, nämlich Hapkiyusul vom
direkten Nachfolger des Dojunim Choi Dojunim Kim Yun Sang in genau
dieser Form gelehrt. In andere Hapkidostilen wurden noch mehr
Tritttechniken und Nervendrucktechniken inkorporiert von den verschiedenen
Hapkidomeistern, so daß sich die einzelnen Stile durchaus
in Facetten unterscheiden.
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